In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana wächst die Unruhe unter Schwulen und Lesben: Mehrmals wurde in der vergangenen Woche ein beliebter Gay-Treffpunkt mit Molotow-Cocktails attackiert.Insgesamt wurden drei Anschläge auf das Café Open verübt worden. Dabei wurde die Außenwand des gemischten Lokals beschädigt. Bei der letzten Attacke sprayten die unbekannten Täter auch Slogans wie "Tod den Schwuchteln!" auf die Wand.
Genau dieselben Sprüche wurden an das Haus eines Richters gesprüht, der im vergangenen Jahr an einem Prozess gegen homophobe Angreifer beteiligt war. Damals war das Café kurz vor einer Literaturvorlesung von einer Gruppe Vermummter gestürmt worden. Die homophoben Angreifer verletzten einen Mann am Kopf und versuchten erfolglos, das Lokal abzubrennen.
Die Polizei vermutet, dass die Angriffe aus dem vergangenen und diesem Jahr im Zusammenhang stehen. Derzeit findet in Ljubljana die CSD-Woche statt, die Parade soll am Samstag stattfinden. Das slowenische Innenministerium und die Polizei haben bereits erklärt, dass der Schutz von CSD-Teilnehmern oberste Priorität habe.
Slowenien gehört trotz der Übergriffe zu den homofreundlichsten Ländern im ehemaligen Ostblock. Schwule und Lesben können dort eine eingetragene Partnerschaften eingehen. Derzeit wird im Parlament sogar über eine Öffnung der Ehe diskutiert. (
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